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USA 2012 - Das Beste vom Westen Part 1

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Tag 13 - 12.9.2012
Mesa Verde und Canyon de Chelly

Das Spiel kennen wir ja schon, Jalousie auf, dicke Wolken....
Mist.....
Wir gehen erst mal frühstücken und unterhalten uns dabei nett mit einem Amerikaner,
der gerade in Rente gegangen ist und nun mit seiner Frau eine Tour durch die USA und Kanada
macht. Beide kommen aus Texas und haben ne wirklich große Tour vor. Das können in den USA
auch nur die Renter machen, denn die meisten arbeitenden Leute haben maximal 15 bis 20 Tage
Urlaub im Jahr. Unser netter Gesprächsparter meinte, dass man 20 Tage erst nach langer
Firmenzugehörigkeit bekommt.

Wir brechen auf um nach Mesa Verde in den National Park zu fahren. Die Strecke bis zur
Abfahrt vom HW-160 schafft man in etwa 45 Minuten, aber dann zieht es sich ewig (15 Meilen)
bis man zum Visitor Center gelangt. Dort kann man sich Tickets für die Führungen besorgen,
denn außer die beiden Häuser Spruce Tree House und Step House kann man kein Haus ohne
Ranger besichtigen. Wir entscheiden uns für die Tour durch das Balcony House, das
laut Reiseführer die interessantere Tour ist. Es gibt noch die Möglichkeit den
Cliff Palace zu besichtigen.

Nachdem wir unsere Tickets in der Hand halten (3$ pro Person) fahren wir die ganzen View
Points ab und erhalten so einen kleinen Einblick in die Welt der Pueblos.
Von diversen Punkten kann man auf die in den Fels gearbeiteten Reste der Häuser schauen.
Sehr zu bewundern wie schon 800 nach Christus solche Bauten errichtet wurden.
Mesa-Verda1
Mesa-Verde3

Um 11 Uhr finden wir uns zu unserer Führung am Balcony House ein. Mit uns wollen etwa
50 Personen die Ruine erkunden, etwas viel, wie wir finden.
Denn man klettert erst eine Leiter (10 Meter) hoch um auf ein Plateu zu gelangen und muss
sich dann durch einen schmalen Schlitz pressen. Bei 50 Personen dauert das ewig und die
Führung soll nur eine Stunde dauern....
Mesa-Verde-Tour1
Mesa-Verde-Tour5
Nachdem man sich durch den schmalen Schlitz gepresst hat (ok, jemand mit weniger
Kilos kommt da geschmeidiger durch :-)) steht man mitten im Balcony House.

Mesa-Verde-Tour2
Mesa-Verde-Tour6
Sehr beeindruckend. Die Rangerin ist super und erzählt viel, aber immer mit einem Auge
auf die Uhr. Um vom Haus wieder nach oben zu gelangen, muss man durch einen sehr, sehr, sehr
schmalen und niedrigen Tunnel kriechen, aber seht selbst....
Mesa-Verde-Tour3

Danach geht es nochmals eine 10 Meter hohe Holzleiter nach oben und danach muss man etwa 10 Meter
über eine Steinwand klettern, ohne Sicherung, nur mit einer Kette links und rechts.
Sehr abenteuerlich, aber sehr spaßig...
Mesa-Verde-Tour4

Der Mesa Verde National Park lohnt sich, wenn man in der Nähe ist, extra hinfahren würde ich nicht.
Weiter geht es nach Four Corners, einer Indianerabzocke vom Feinsten, aber leider gibt es sonst
keinen weiteren Ort in den USA, wo man auf 4 Bundesstaaten gleichzeitig stehen kann. Also zahlen
wir, machen unser Foto und verschwinden wieder. Das ganze kostet 3$ pro Person. Ist das Geld nicht
wert, aber einmal im Leben muss man so etwas doch machen. :-)

4Corners
Weiter geht es nach Chinle in Arizona. Dort befindet sich der Canyon de Chelly, einem wunderschönem
Canyon im Indianerland. Der Park kostet keinen Eintritt, nur wer auf den Canyongrund möchte muss
sich einen Indianer leihen, der mitgeht.

Auf dem Weg nach Chinle erleben wir, was unser Wettergott noch so drauf hat. So einen
furchteinflößenden Himmel habe ich noch nie gesehen. Rot-braune Wolken, zum greifen nahe. Man hat
das Gefühl jeden AUgenblick erscheint ein Mund in der Wolke und frisst das Auto auf.
Als wir unter der Wolke durchfahren, fängt es an zu schütten wie aus Eimern, unheimlich....
So eine Wolke habe ich noch NIE gesehen. Sollte aber nicht die Letzte für heute sein.
Leider sieht man auf den Bildern nicht mal anzatzweise das was wir gesehen haben....
Unwetter
Mesa-vor-Chinle

Als wir Chinle erreichen, finden wir den schrecklichsten Ort vor, in dem wir jemals in den
USA gewohnt haben. Überal Müll, jedes Haus hat seinen eigenen Schrottplatz. Es sieht
schrecklich aus und hier wollte ich nicht mal tot über dem Zaun hängen.
Im Hotel, dem Holiday Inn Canyon de Chelly, ist das Personal auch völlig unmotiviert und
unfreundlich. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Nativ Americans gar keine Bleichgesichter in Ihrem
Ort haben wollen. Auch im Visitor Center rührt kein Mitarbeiter den Finger als wir am Infoschalter
stehen, der nicht besetzt ist. Alle sehen uns, keiner kommt. Also besorgen wir uns unsere
Informationen selber und fahren den Southrim.
An vielen Punkten hat man einen phantastischen Blick in den Canyon. Leider ist es sehr bewölkt
und in Richtung Spider Rock sieht man sehr dunkle Gewitterwolken und man sieht Blitze.
Bei Gewitter sollte man sich nicht unbedingt auf einer Mesa (Tafelberg) aufhalten, da man meistens
der Höchste Punkt ist und gerne mal vom Blitz getroffen wird.

Canyon-de-Chelly1
Canyon-de-Chelly4
Canyon-de-Chelly6
Wir beeilen uns also etwas und versuchen den Spider Rock noch vor dem Gewitter zu erreichen um
unsere Fotos zu machen. Leider geht der Plan nicht ganz auf, denn unterwegs regnet es stark.

Da der Canyon nicht durch die Sonne ausgeleuchtet wird, entstehen auch keine störenden Schatten.
Ich finde die Fotos ohne Sonne sogar besser als die mit, denn zwischendurch gab es immer mal
wieder ein Wolkenloch für die Sonne.
Canyon-de-Chelly5
Canyon-de-Chelly3

Wir schießen vom Canyon ziemlich viele Fotos und genießen die Zeit.
Ein Besuch des Canyon lohnt sich als für alle, die in der Nähe sind. Man benötigt etwa zwei bis
drei Stunden für den Southrim wenn man an jedem View Point anhält und sich etwas Zeit lässt.
Nach oben ist natürlich alles offen. Wer in den Canyon möchte, sollte einen Tag einplanen.
Auch hier gibt es Ruinen in den Felsen:
Canyon-de-Chelly-House

Da es schon spät ist, besorgen wir uns etwas Essbares im Burger King, denn außer den beiden
Restaurants in den beiden großen Hotels (Best Western und Holiday Inn) gibt es nur eine Hand-
voll Fast Food Läden (A&W, Pizza Hut, ne Chicken Bude, Burger King und nen Deli im Supermarkt).
Im Navajo Gebiet gibt es übrigens nirgens Alkohol zu kaufen.

Was uns noch sehr störend aufgefallen ist:

Wir haben noch nie so einen dreckigen National Park oder National Monument gesehen.
Überall liegen Glasflaschen, Dosen, Plastiktüten und sonstiger Schrott am Straßenrand.
Wir haben mehrfach Navajos beobachtet, die einfach so ihre Flasche (Bier, obwohl kein Bier
erlaubt....) aus dem Fenster des fahrenden Autos geworfen haben um dann ein paar Meter
weiter auf die Zufahrt zu ihrem Haus einzubiegen.
Da sind die Native Americans so stolz auf ihr Land und ihre Kultur und verhalten sich auf
ihrem eigenen Grund und Boden wie die letzten Schweine. Das finde ich ziemlich traurig.

Der Tag war zwar wettermäßigt nicht TOP, aber besser als nur Regen. Wir hatten in den
entscheidenen Augenblicken Sonne, das muss uns reichen.

Morgen müssen wir mal sehen wie wir zum Grand Canyon fahren. Es gibt die Möglichkeit
den Blue Canyon bei Tuba City zu besichtigen (auch der liegt auf Navajo Land), aber da
es heute schon recht heftig geregnet hat und die Dirt Roads im Canyon de Chelly schon
sehr schlecht aussahen, könnte es schwieriger werden zum Blue Canyon zu gelangen.
Wir werden sehen....

Gefahrene Meilen: 250 Meilen, davon etwa 90 Meilen im Mesa Verde und Canyon de Chelly
Gebuchtes Hotel: Holiday Inn Canyon de Chelly für 95,73$ via Priceline.
Getankt in Durango für 3.69$ pG und ohne Zip