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USA 2012 - Das Beste vom Westen Part 1

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Tag 11 - 10.9.2012
Fahrt durch die Rocky Mountains

Gutes Hotel, scheiß Nacht...
Es nützt das beste Hotel nichts, wenn man schlecht schläft. Das Bett im Hyatt ist
einfach nicht optimal. Das Laken rutscht auf der Matratze, so dass man bald aus dem Bett fällt
und zu allem Überfluss fährt noch ein Zug durch das Zimmer. Alle 20 Minuten hat man das Gefühl,
man ist auf einem Güterbahnhof.

Gerädert stehen wir bereits um 6.30 Uhr auf. Es hat keinen Sinn mehr länger zu schlafen und
da passt es ja auch, dass wir heute ne Menge vor haben.
Wir frühstücken im Hotel, denn das kostenlose Frühstück lässt keine Wünsche offen.
Es wird von Porzelantellern gespeist (nomalerweiser gibt es Einweg Plastik) und die Auswahl
ist beeindruckend.

Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg. Als erstes wollen wir den Phantom Canyon Drive abfahren.
Hierbei handelt es sich um eine Dirtroad, die von Victor,Co nach Cañon City führt - oder
umgekehrt. Die Strecke ist etwa 25 Meilen lang und kann auch von 2WD Fahrzeugen gefahren werden.
Ich würde sogar soweit gehen, dass auch Camper mit der Strecke klar kommen, denn sie
ist super in Schuss und nur eine Brücke hat eine 8 Tonnen Beschränkung, was auch für Camper kein
Problem sein sollte. Die Tunnel sollten auch groß genug sein.
Phantom-Canyon-Drive1

Die Fahrt bis Victor dauert von Colorado Springs etwa 1 Stunde und man fährt durch wunderbare
Landschaft. Der nächst größere Ort mit Übernachtungsmöglichkeiten ist Criple Creek, etwa 7 Meilen
vor Victor auf dem HW 67.
In Victor findet man den Phantom Canyon Drive nicht auf Anhieb. Er ist zwar im Ort noch
ausgeschildert, aber plötzlich gabelt sich der Weg und es stehen keine Schilder mehr am
Straßenrand. Wir fahren intuitiv rechts und sind genau richtig. Auf dem Weg durch die Berge
kommen uns diverse Wagen entgegen oder überholen uns. Sobald wir am Wegesrand stehen, hält
jedes Fahrzeug an und fragt ob denn alles ok ist bei uns. Wir finden das beruhigend, denn sollte
wirklich etwas mit dem Fahrzeug sein ist Hilfe nicht weit.

Phantom-Canyon-Drive2
Die Strecke ist einfach wundervoll und wir genießen die Landschaft, bis....
Ja, bis wir plötzlich vor einer Brücke stehen und vor der Brücke steht eine Herde Kühe....
Und die gehen nicht weg. Mit dicken Kulleraugen schauen uns etwa 15 Kühe an und fragen sich
sicher: "Was wollen die denn hier.....". Alles hupen und wegschieben nützt nichts, wir
kommen nicht durch die Herde.

Kuh-Herde-PCD
Also wende ich sanfte Gewalt an und fahre gaaaaaaanz vorsichtig mit dem Auto weiter und
stubste so die Kühe an. Bereitwillig machen die Kühe Platz, bis wir plötzlich vor einem
Bullen mit großen Hörnern stehen.... Den möchte ich nicht umbedingt anstubsen, denn so ein
Loch im Kotflügel von den Hörnern lässt sich nur schwierig bei Alamo erklären...
Mit etwas hupen und einen Klapps auf den Hintern macht aber auch der Bulle Platz und
wir können passieren.
Phantom-Canyon-Drive3
Phantom-Canyon-Drive4

Die Fahrt durch die malerischen Berge dauert etwa 2 Stunden, kann aber je nach Lust und Laune
auch einen halben Tag dauern, denn es gibt viel zu sehen.
Wir haben aber noch etwas Strecke vor uns und schauen uns daher nicht jeden Stein drei mal an.
Phantom-Canyon-Drive5

Ab Cañon City geht es zur Royal Gorge Bridge, die sich über den Arkansas River in etwa
321 Metern Höhe befindet. Man kann für 26$ p.P. auf die Brücke und den Freizeitpark, oder
man lässt es (ist ja nur ne Brücke...) und schaut sich die Brücke vom View Point aus an,
der sich vor dem Eingang auf der linken Seite befindet. Wir gehören zu letztern und
zahlen die 26$ nicht.
Royal-Gorge-Bridge

Weiter geht es auf dem HW-50 quer durch die Rocky Mountains. Eine SEHR sehenswerte
Strecke, die hinter jeder Kurve neue, spektakuläre Ausblicke bietet.
Die Fahrt nach Ouray unserem Übernachtungsort, dauert laut Uschi, unserem Navi, etwa
4,5 Stunden. Aber das ist bei der Landschaft kein Problem, nur kommt man mit 4,5 Stunden
lange nicht hin, denn wir steigen oft aus und machen Fotos und genießen die Landschaft.
Auch der Herbst hat hier bereits Einzug gehalten, denn die Laubbäume (vor allem Birken)
fangen schon an sich gelb/rötlich zu verfärben. Das sieht klasse aus und ist ein
kleiner Vorgeschmack auf das, was einem im Osten der USA erwartet bei der Foliage.
Foliage
HW50
HW50-2

Kurz vor Montrose geht es rechts ab zum Black Canyon of the Gunnison, den wir mit
unserem Nationalparkausweis kostenlos besuchen können.
Ich hatten den Nationalpark eigentlich gar nicht auf der Uhr gehabt, was sich als großer
Fehler herrausstellt, denn der Park bietet grandiose Einblicke in den Black Canyon.
Wir fahren jeden View Point ab und sind total begeistert von dem Nationalpark.
Gut, dass wir hier doch noch hingefahren sind.
Black-Canoyn1
Black-Canyon2
Black-Canyon3
Black-Canyon4
Black-Canyon5

Weiter geht die Fahrt nach Ouray, wo wir etwa um 18.30 Uhr ankommen. Unser Hotel,
das Ouray Chalet Inn, befindet sich direkt an der Hauptstraße im Zentrum von Ouray.
Im malerischen, von den Rockys umgebenen Ouray gibt es alles was das Touristenherz
begehrt. Es gibt eine Menge von Restaurants jeder Preisklasse und viele schöne
Läden. Alles wirkt sehr kompakt und die Landschaft ist traumhaft.
Ouray2
Ouray1

Das Hotel ist einfach, günstig, aber sehr sauber und liegt in der Mitte der Main Street.
Wir machen uns kurz frisch und begeben uns in die lokale Brauerei. Dort verspeisen wir
einen sehr guten Burger und einige sehr gute Biere.

Der Tag war wirklich klasse und trotz der langen Wegstrecke hat sich jede Meile gelohnt.
Morgen geht es sehr entspannt weiter, denn wir fahren den Million Dollar Highway von
Ouray bis Durango. Da die Strecke nicht sehr lang ist, haben wir viel Zeit um uns
die Umgebung anzusehen. Da freuen wir uns schon drauf.

Gefahrene Meilen: muss ich nachtragen, aber >300 Meilen und jede Meile ein Genuss
Gebuchtes Hotel: Ouray Chalet Inn  via Hotels.com für 89,99$
Getankt: für 3.69$ p.G. am HW 50 ohne Zip Conoco Philips