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USA 2007 - Auf Bigfoots Spuren

Beitragsseiten

Tag 11 - 10.09.2007
Yellowstone NP

Vom Hotel reden wir nicht weiter, kommen wir gleich zum Wesentlichen.
Wir sind heute Morgen direkt über den Westeingang in den Park gefahren. Er kostet,
wenn man nicht den Nationalparkausweis besitzt, 25$ pro Auto inkl. Insassen.
Ein paar Kilometer nach dem Eingang dann auch gleich der erste Kontakt mit wilden
Tieren. Ein kapitaler Hirsch stand da am Fluss, neben Ihm seine Familie zu sehen
direkt von der Straße, keine 30 Meter von uns weg, klasse.
Yellowstone NP Tiere

Yellowstone NP Tiere
Wir wollen heute die Nordschleife fahren, daher biegen wir in Madison links ab und gelangen
nach ein paar Kilometern an das erste Basin, dem Monument Geyser Basin um genauer zu sein.
Hab ich erwähnt, das es heute morgen furchtbar kalt ist? Heute Nacht war es -4 Grad kalt und nun
ist es um den Gefrierpunkt, aber bei blauem Himmel. Der Nachteil solchen Wetters ist, dass die
heißen Quellen ziemlich doll dampfen und gute Fotos irgendwie nicht zu Stande kommen. Immer
ist da der Dampf im Weg. Der Wasserdampf richtet aber auch schöne Sachen bei der Kälte an,
denn das Wasser gefriert an den Zweigen der Bäume und die sehen ganz nett damit aus.

Baeume mit Rossi

Monument Geyser im Yellowstone NP
Unterwegs kommen wir noch am Gibbon Wasserfall vorbei, von dem ich zwar Fotos gemacht habe,
diese hier aber nicht abbilde, denn es kommen später noch genug Wasserfälle die fotogener sind.
Die Artists Paintpots würden ohne Dampf sicherlich gut aussehen, aber bei dem Qualm sieht man auf
dem Rundkurs nicht wirklich viel, so dass wir schnell weiterfahren zum Lower Geyser Basin.

Steamboat Geyser im Yellowdtone NP
Wir gehen hier die große Runde, welche an allen Attraktionen vorbeifürt. Als erstes läuft man am
Steamboat Geyser vorbei. Hier zu warten ob er ausbricht kann aber länger dauern. Er bricht
zwischen alle 4 Tage und 50 Jahren aus. Also reine Glückssache. Er spuckt zwar immer etwas
Wasser in die Luft, aber erst wenn er 10 Meter hoch spuckt, kündigt sich ein neuer Ausbruch an,
welche dann oft die Höhe des Old Faithful übersteigt. Auf dem Weg gibt es mehrere Geysire
und diverse Pools wo heiße Quellen aufsteigen. Die Pools schimmern dann in den
verschiedensten Farben, blau, grün, rot oder auch gemischt. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde,
da wir nicht überall lange stehen bleiben. Man geht fast immer auf einem Holzsteg durch das Gelände,
den man nicht verlassen sollte, da die Kruste links und rechts des Weges sehr instabil ist und
sich darunter heißes Wasser befinden kann.
Yellowstone NP Pools

Yellowstone NP Pools
Wie kann man sich den Yellowstone vorstellen? Stellt Euch doch mal den Schwarzwald mit vielen toten Bäumen vor,
dazwischen Grashügel wie auf der Alm, es wird ein Feuerwerk gezündet und neben euch pupt jemand, denn es riecht
hier an vielen Stellen sehr nach einer Mischung aus Feuerwerk und faulem Ei. Natürlich ist die Beschreibung nicht
völlig korrekt so, aber man kann sich evtl. ein Bild machen. Was wir sagen können, es ist hier wunderschön und der
Park hat es nach einem Tag bei uns auf Platz 2 nach dem Grand Canyon geschafft. Evtl. schafft er es morgen ja noch
auf Platz 1.

Wir sind jedenfalls weiter in Richtung Mammoth Hot Springs der großen Kopie von Pamukale in der Türkei.
Unterwegs kommen wir noch an den Sheepeater Cliffs vorbei, einer bizarren Steinklippe.
Sheepeater Cliff im Yellowstone NP

Mommoth Hot Springs im Yellowstone NP
Hier sieht es aus, als hätte Gott das Spiel Jenga (wo man mit Holzklötzen einen Turm baut und
dann nach und nach jeder einen Stein aus dem Turm zieht, bis er umkippt) gespielt und dabei verloren.

In Mammoth Hot Springs angekommen fahren wir den Upper Terraces drive und schauen uns die Kalkterrassen
von allen Seiten an. Bis vor einigen Jahren waren sie nicht nur weiss, sondern leuchteten in allen möglichen Brauntönen.
Seitdem kein Wasser mit den Mineralien aus den heißen Quellen über die Terrasse fliest, sind sie weiss.
Weiter geht es vorbei an ganzen Berghängen toter Bäume, die von diversen Waldbränden gestorben sind, bis
zum Tower Fall.Unterwegs sehen wir diverse Tiere. Bisons liegen hier wirklich überall rum. Bei einem Bison wartete
auch schon ein Coyote. Hab das Bild mal etwas größer gemacht, damit man auch etwas erkennt.
Bison und Coyote
Nach gestern ist dieser Bericht mal wieder mit vielen Bilder gespickt, so muss ich auch nicht so
viel schreiben. :-) Man merkt übrigens immer sehr schnell ob irgendwo Tiere in der Sonne liegen.
Meistens stehen dort schon ein Dutzend Autos und  die Pferdebefruchter (Stative mit den Zoom Objektiven)
stehen am Straßenrand. Da einfach mal anhalten und fragen  was man den gerade beobachtet. Oft war aber
schon vor einer Stunde der letzte Sichtkontakt und die Paparazzi warten noch. Kurz vor dem Tower Fall
befindet sich noch ein Petriefied Tree (versteinerter Baum), welchen wiraber ausgelassen haben. Der Tower
Fall an sich ist sehr sehenswert, aber Vorsicht, man fährt schnell mal vorbei, denn den Fall sieht man nicht von
der Straße, nur den Souvenirladen und den Parkplatz. Ach ja, die Bisons laufen hier übrigens auch auf der
Straße rum und behindern den Verkehr. Nicht nur weil sie da rumstehen, sondern auch, weil jeder anhält
um ein Foto zu machen. Kommt gut, wenn man mit 45 MpH um die Kurve kommt und da plötzlich ein Stau
steht. Naja, wir waren ja nicht besser. :-)
Tower Fall Yellowstone NP

Bison auf der Strasse im Yellowstone NP
Weiter geht es zur unserer letzten Etappe, welche auch gleichzeitig der Höhepunkt sein soll,
dem Grand Canyon of the Yellowstone. Hier erkennt man auch endlich woher der Park seinen
Namen hat, denn die Wände des Canyon sind gelb. Unterwegs geraten wir mal wieder auf einer
dieser Autoanhäufungen und wir fragen was denn da gesehen wurde. Es war eine Elchkuh,
welche im Wald hinter den Bäumen graste. Wir haben leider kein gutes Foto geschossen,
war aber ein klasse Anblick.
Beim Canyon angekommen fahren wir erst den Northrim und steigen zum Schluss noch zum Lower
Fall runter. Der Abstieg ist noch ganz einfach, aber der Aufstieg hat es echt in sich. Es lohnt sich aber
zur Abbruchkante des Wasserfalls abzusteigen, ist ein genialer Ausblick, direkt da wo der Wasserfall
abfällt. Der Aufstieg war dann doch nicht so schwierig und wir wollen noch weiter zum Southrim,
welcher aber nicht befahrbar ist, da er gerade neu geteert wird.
Der Grand Canyon of the Yellowstone ist wahrlich der Höhepunkt des heutigen Tages und er braucht
sich nicht hinter seinem großen Bruder, dem Grand Canyon, verstecken.
Canoyn Yellowstone

Canoyn Yellowstone

Canoyn_Yellowstone_3

Canoyn Yellowstone NP
Da die Temperaturen heute noch auf 21 Grad angestiegen sind, war es ein nahezu perfekter
Tag. Der Yellowstone hat meine hohen Erwartungen erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen.
Ich hab im Vorfeld so viele Berichte gelesen, dass ich mit einer hohen Erwartung hier her gefahren
bin. Unser verdientes Essen haben wir heute im Old Town Cafe zu uns genommen. Einfache
Hausmannskost aber ziemlich lecker. Aber ich hätte heute beinahe alles gegessen, so einen Hunger
hatte ich nach dem vielen Wandern (auch wenn es in diesem Bericht nicht so rüberkommt, aber
es waren wohl so um die 6 bis 7 Kilometer Berg hoch und runter. Für uns Flachlandtiroler und
Sitzbesichtiger ist das schon was.

Gute Nacht... Morgen geht es auf die Südschleife und zum Old Faithful...